
Der erste Teil der Überschrift könnte in die Irre führen – es geht nicht ums Sterben, sondern um einen befriedigenden, geradezu friedlichen Zustand, das gute Gefühl, was fertig gemacht zu haben. (Hm, vielleicht doch irgendwie was mit Sterben … na ein weites Feld.)
Im Frühling war ich nach langer Zeit mal wieder in einem Buchantiquariat. In keinem Ladengeschäft, sondern in einer großen Wohnung in Frankfurt, im Hochparterre mit sehr hohen Decken und sehr sehr vielen Büchern. Ich hab mich sehr sehr wohl gefühlt. Mehreres war parallel: die schöne Erinnerung an einen früheren Job, an Lesen in Urlauben, die Neugier auf den Inhalt eines neu aufgeschlagenen Buches und das wohlige oder traurige Gefühl, es fertig gelesen zu haben – und Melancholie, weil solche Orte am Aussterben sind. Obwohl sie so viel Magisches haben und es wahrlich genug alte Bücher gäbe, werden sie an niemanden vererbt. Es ist in der Tat endlich.
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