Die Sehnsucht nach dem Endlichen und Inseln der Kohärenz

Der erste Teil der Überschrift könnte in die Irre führen – es geht nicht ums Sterben, sondern um einen befriedigenden, geradezu friedlichen Zustand, das gute Gefühl, was fertig gemacht zu haben. (Hm, vielleicht doch irgendwie was mit Sterben … na ein weites Feld.)

Im April war ich nach langer Zeit mal wieder in einem Buchantiquariat. Wir haben die aussortierten Bücherkartons einer Berliner Freundin dort abgegeben (hier erzählt sie sehr schön von dem aufwändigen Trennungs-Prozess). Es ist kein Ladengeschäft, sondern ein Versandantiquariat in einer großen Wohnung in Frankfurt, im Hochparterre mit sehr hohen Decken und sehr sehr vielen Büchern. Ich hab mich sehr sehr wohl gefühlt. Mehreres war parallel: Die schöne Erinnerung an einen früheren Job, an Lesen in Urlauben, die Neugier auf den Inhalt eines neu aufgeschlagenen Buches und das wohlige oder traurige Gefühl, es fertig gelesen zu haben – und Melancholie, weil solche Orte am Aussterben sind. Obwohl sie so viel Magisches haben und es wahrlich genug alte Bücher gäbe, werden sie an niemanden vererbt. Es ist in der Tat endlich.

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Wieder was mit Bildung

Pogrammplanung für die Future Skills Week 2025 auf Miro

Ups, I do it again …

… und wieder im Ehrenamt.

Aber ich hab da wohl eine Anhaftung. Lernen, Lehren, Inspirieren sowie das Organisieren und Konzipieren desselben … das geht einfach nicht weg. Das wird sogar eher mehr – sowohl im Lebens(ver)lauf, als auch in meinen Aufträgen und Rollen. Die Übernahme der Diesterweg* brachte es dann auch noch ’systemisch‘ in mein Leben, seitdem ist es noch schwieriger, aus der Bildungs-Nummer rauszukommen (und aus dem im-Ehrenamt-mit-viel-Zeitaufwand-tätig-sein).

Am nächsten Anlass bin ich selbst schuld. Ich hatte meinem Co-Vorsitzenden der Diesterweg Hochschule e.V. vorgeschlagen, dass wir der Future Skills Alliance beitreten, einer „Wirkungsallianz“ aktiver Bildungstreibenden mit Fokus auf Zukunftskompetenzen und dem Implementieren derselben im gesamten Bildungssystem.

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Utopien für alle

Utopisch – ein Wort, das man eigentlich benutzt, wenn etwas unumsetzbar scheint. Wieso sollte es also erstrebenswert sein, sich mit Utopien zu beschäftigen? Was taten tausend Menschen vom 29.-31. August 2024 auf dem Campus der Leuphana Universität in Lüneburg?

Im Schein der Utopie – der Daniel-Libeskind-Bau der Leuphana Universität in Lüneburg

Ich weiß gar nicht, warum ich vergangenen Herbst nicht über meine Erlebnisse bei der Utopie-Konferenz geschrieben hatte … Vielleicht weil das Nachsortieren so lange gedauert hatte, vielleicht, weil das Erlebte gleich in die Arbeit an einem neuen Workshopformat mündete, vielleicht auch, weil ich wochenlang erstaunt war, wie wenig im Nachgang dieser intensiven und inspirierenden Tage im Netz zu finden war. Alles zusammen kein Grund, nicht darüber zu schreiben. Dafür also jetzt, mit einem halben Jahr Verspätung, einen Tag nach der Wahl, am dritten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein guter Zeitpunkt, sich mit Utopien zu beschäftigen.

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