Die Sehnsucht nach dem Endlichen und Inseln der Kohärenz

Der erste Teil der Überschrift führt evtl. in die Irre, es geht nicht ums Sterben, sondern um einen befriedigenden – geradezu friedlichen Zustand, das gute Gefühl, was fertig gemacht zu haben. (Hm, vielleicht doch irgendwie was mit Sterben … na ein weites Feld.)

Im Frühling war ich nach langer Zeit mal wieder in einem Buchantiquariat. In keinem Ladengeschäft, sondern in einer großen Wohnung in Frankfurt, im Hochparterre mit sehr hohen Decken und sehr sehr vielen Büchern. Ich hab mich sehr sehr wohl gefühlt. Mehrere Gefühle waren parallel: die schöne Erinnerung an einen früheren Job, an Lesen in Urlauben, die Neugier auf den Inhalt und das wohlige Gefühl, ein Buch fertig gelesen zu haben – und Melancholie, weil solche Orte am Aussterben sind. Obwohl sie so viel Zauber haben und es wahrlich genug alte Bücher gäbe, werden die Betreiber:innen niemanden beerben, da wächst niemand nach. Es ist in der Tat endlich.

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All out, all in? Balance – ein Akt

Fühl mich so exponiert wie selten und hab doch eigentlich gerade extremen Rückzugswunsch. Die Gleichzeitigkeit mal wieder …

Das spiegelt auch dieser Beitrag – gleichzeitig Innenschau wie Außendarstellung, wozu denn sonst so ein Blog. Da ich das knackig-effektvolle Erzählen im Stil eines Linkedin-Posts nicht gut kann, wird es mal wieder eher essayistisch im Sinne eines Herummäanderns der Gedanken …

All out – viel im Außen

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8 Wochen krank

Dieses Blechschild hat mir heute mehr Trost gespendet als die wirklich vielen und liebevollen Zusprüche von Freund:innen, Apothekerinnen, Ärztinnen und Heilpraktikerinnen (letztere waren tatsächlich alles Frauen) seit Anfang März. Seitdem hab ich nämlich Erkältung.

Gemein, dass ein Bär auf einer Teewerbung diesen Effekt hat, während sich fürsorgliche Mitmenschen wirklich wochenlang ins Zeug legen. Und es ist ja nicht so, dass nicht zwischendurch auch was geholfen und getröstet hat.

Aber erstmal lebensfreudig zu etwas Bevorstehendem:

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