Was für ein Jahresstart

Die Zeit zwischen den Jahren, die nach einem meist vollen Dezember eine Wohltat der Ruhe ist und spätestens an Neujahr in angenehmes Nichtstun mündet, mag ich sehr. Am allerliebsten lass ich diesen Zustand den kompletten Januar andauern.

Dieses Jahr find ich es aber alles andere als ruhig. Nicht nur, weil ich mir etwas viel Familien- und Freunde-Besuche vorgenommen hatte, sondern weil die Welt extrem laut und beunruhigend ist. Allein innerhalb 48 Stunden katastrophale Meldungen aus Crans-Montana, Venezuela und dem Berliner Südwesten – wie soll man da ein FROHES NEUES wünschen. So schwer ist mir das noch nie gefallen. Ich hasse das Wort Omnikrise, finde es aber leider eine zutreffende Beschreibung.

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Utopien für alle

Utopisch – ein Wort, das man eigentlich benutzt, wenn etwas unumsetzbar scheint. Wieso sollte es also erstrebenswert sein, sich mit Utopien zu beschäftigen? Was taten tausend Menschen vom 29.-31. August 2024 auf dem Campus der Leuphana Universität in Lüneburg?

Im Schein der Utopie – der Daniel-Libeskind-Bau der Leuphana Universität in Lüneburg

Ich weiß gar nicht, warum ich vergangenen Herbst nicht über meine Erlebnisse bei der Utopie-Konferenz geschrieben hatte … Vielleicht weil das Nachsortieren so lange gedauert hatte, vielleicht, weil das Erlebte gleich in die Arbeit an einem neuen Workshopformat mündete, vielleicht auch, weil ich wochenlang erstaunt war, wie wenig im Nachgang dieser intensiven und inspirierenden Tage im Netz zu finden war. Alles zusammen kein Grund, nicht darüber zu schreiben. Dafür also jetzt, mit einem halben Jahr Verspätung, einen Tag nach der Wahl, am dritten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein guter Zeitpunkt, sich mit Utopien zu beschäftigen.

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Eine Haushaltsauflösung in München

Eins von vielen Schildern unseres Hausflohmarkts

Das war wieder mal ein wilder Ritt in meinem Projekte-Leben … aber diesmal privat. Und mit anderem Thema, weniger Beteiligten, weniger Publikum – doch wieder ohne Pferde und wieder stand Ressourcenschonung an oberster Stelle:

➡️ Wie löse ich den Haushalt – 40 Jahre Leben meiner engagierten und vielseitig interessierten Eltern – in 14 Tagen komplett auf und erzeuge dabei nicht nur so wenig (Sperr-, Textil- und Papier-)Müll wie möglich sondern sorge für eine weitere Verwendung möglichst vieler Dinge?

Der erste Teil der Aufgabe war gesetzt, der zweite Teil selbst definiert und nicht nur als alte Ökotrulla mein erklärtes Ziel, ich wusste, mir wird damit auch der Abschied von Vielem leichter fallen. In hatte zwar nicht mehr an diesem Ort mitgewohnt, dennoch ist es das Ende eines langen Abschnitts Eltern und Familie und damit voller Emotion. 

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